Kapitel I — The Sound
Tribal Deepstep
Afrikanische Trommeln treffen auf abyssale Bässe.
Ritual trifft auf Rave.
Straight up bass in your face.
120–160 BPM und darüber hinaus — bis tief ins Jungle-Terrain.
Dubstep, wie er klingen würde, wäre er im Jungle geboren.
Die fünf Säulen des Sounds
Tief im Dickicht zwischen Dschungeltrommel und Sub-Bass liegt der Sound von Wudu Genjuzu. Seit über einem Jahrzehnt Teil der Hamburger Bass-Szene — meist wild tanzend vor der Box statt hinter den Turntables — trägt der Producer und DJ nun seinen eigenen Sound in die Welt: eine Urwaldzeremonie, übersetzt in Klang. Ein Schamane, Ayahuasca-Nebel, dichter Dschungel bei Nacht — treibende Percussions, harte Breaks, wandernde Bässe, die sich nie wiederholen, sondern ständig weiterentwickeln.
Live ist Wudu Genjuzu kein DJ, der Tracks abspielt — er verschmilzt mit dem Sound. Er wird selbst zur Voodoopuppe der Musik, ein Bassbender-Avatar, der die Crowd tanzen lässt, noch bevor sie merkt, was mit ihr passiert. Besessenheit ist keine Metapher, sondern Bühnenzustand.


